Was ist eine erektile Dysfunktion?

Erektile Dysfunktion ist weitverbreitet

Als erektile Dysfunktion bezeichnen Mediziner eine Erkrankung, die gewöhnlich mit Begriffen wie Erektions- oder Potenzstörungen bzw. Impotenz umschrieben wird. Hierbei handelt es sich um eine Krankheit aus dem Bereich der Sexualstörungen. Mehrere Studien legen den Schluss nahe, dass rund die Hälfte aller Männer über 40 Jahren davon betroffen sind. In Deutschland sollen angeblich etwa 4,5 Millionen Männer ab einem Alter von 30 Jahren unter Potenzstörungen leiden. Andere Quellen gehen in der Bundesrepublik sogar von bis zu sechs Millionen Betroffenen aus. Da viele Personen allerdings ihre Erkrankung geheim halten, weil Potenzprobleme und Erektionsstörungen häufig stigmatisiert und teilweise als „Mangel an Männlichkeit“ interpretiert werden, ist es schwierig, verlässliche Zahlen zu erhalten.

Abgrenzung zwischen erektiler Dysfunktion und temporären Erektionsstörungen

Nicht jede Erektionsstörung ist allerdings mit erektiler Dysfunktion gleichzusetzen. Allerdings ist die Differenzierung nicht ganz eindeutig. Nach herrschender Meinung ist es für die Diagnose einer erektilen Dysfunktion notwendig, allerdings noch nicht hinreichend, falls ein Mann über einen längeren Zeitraum nicht in der Lage ist, seinen Penis zu versteifen oder eine Erektion über eine ausreichende Zeitspanne aufrechtzuerhalten. Davon zu unterscheiden sind kurzfristige Potenzstörungen, die bei praktisch allen Männern vorkommen und eine Reihe von Ursachen – etwa kurzfristige psychische/physische Belastungen oder ernährungsbedingte Defizite – haben können. Treten die Erektionsprobleme aber mindestens ein halbes Jahr lang und bei mehr als der Hälfte aller Versuche auf, liegt nach Ansicht der meisten Experten eine erektile Dysfunktion vor.

Erektile Dysfunktion kann physisch oder psychisch bedingt sein

In der Vielzahl der Fälle ist erektile Dysfunktion organisch bedingt. Besonders oft sind hier Blutgefäße geschädigt oder verkalkt, sodass der Schwellkörper des Gliedes nicht ausreichend mit Blut versorgt wird. Möglich ist – neben einer Reihe von weiteren Ursachen für die Potenzschwäche – auch eine Schädigung des Schwellkörpers selbst. Darüber hinaus kann ein ernährungsbedingter Mangel an der Aminosäure Arginin eine erektile Dysfunktion begünstigen. Zuweilen hat die erektile Dysfunktion aber auch psychische Gründe. In diesem Zusammenhang ist besonders oft übermäßiger Stress oder zu großer Leistungsdruck verantwortlich. Genaueres kann hier die Untersuchung durch einen Arzt ergeben. Sehr wahrscheinlich sind aber keine physischen Gründe ursächlich, wenn es zwar zu nächtlichen oder morgendlichen Erektionen kommt, aber beim Beischlaf Probleme bei der Versteifung des Gliedes vorliegen.