Nährstoffe und Impotenz

Nährstoffe: Unterschätzte Mittel zur Potenzsteigerung

Im Kampf gegen erektile Dysfunktion wird vielfach vor allem auf pharmakologische Mittel aus der Gruppe der Phosphodiesterase-5-Hemmer gesetzt. Diese sind zwar oft durchaus wirksam und liefern kurzfristig positive Ergebnisse. Allerdings drohen Verwendern teilweise gesundheitsgefährdende Nebenwirkungen sowie noch bedenklichere Wechselwirkungen mit anderen Präparaten.

Eine weniger riskante Option zur eher langfristigen Verbesserung der Potenz bieten verschiedene Nährstoffe. Besonders wichtig sind in diesem Zusammenhang die Aminosäuren Arginin und Ornithin. Diese Nährstoffe sind zwar in diversen Nahrungsmitteln enthalten. Allerdings werden von vielen Menschen nur ungenügende Mengen aufgenommen, vor allem, weil sich nur wenige Personen auch ausreichend ausgewogen ernähren. Teilweise wird dieses auch durch Allergien oder Unverträglichkeiten verhindert oder erschwert. Wer bestimmte Nährstoffe also nicht in genügenden Mengen zu sich nimmt bzw. nehmen kann, sollte auf geeignete Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen.

 

Arginin

Für die Erforschung des Einflusses von Arginin auf die männliche Potenz wurde 1998 drei Forschern der Nobelpreis für Medizin verliehen. Die Wissenschaftler Robert Francis Furchgott, Louis José Ignarro und Ferid Murad zeigten, dass L-Arginin die alleinige Vorstufe des Botenstoffes Stickstoffmonoxid ist. Dieser wiederum sorgt für eine Erweiterung der Blutgefäße und so für eine Verbesserung der Potenz, weil dadurch Blut ungehindert in den Schwellkörper des Penis fließen kann. Mehrere wissenschaftliche Studien konnten diesen Zusammenhang bestätigen. Immerhin basieren auch die Phosphodiesterase-5-Hemmer darauf, die Wirkung des aus Arginin entstehenden Stickstoffmonoxids zu vergrößern und den Abbau zu hemmen.

Prinzipiell ist der Körper des Menschen in der Lage die Aminosäure Arginin selbst zu produzieren. Allerdings sind vielfach die hergestellten Mengen nicht ausreichend. Deshalb wird Arginin mittlerweile zu den essenziellen Aminosäuren gezählt, sodass eine Zufuhr von außen notwendig ist. Das kann durch den regelmäßigen Verzehr von bestimmten Nahrungsmitteln – wie etwa Kürbis- und Pinienkerne sowie Wal- und Erdnüsse – geschehen, die sehr viel Arginin enthalten. Die Aminosäure verbessert übrigens auch den Muskelaufbau und soll zudem die Fruchtbarkeit des Mannes erhöhen.

 

Ornithin

Die zweitwichtigste Aminosäure für die Potenz ist Ornithin. Deren Einfluss ist allerdings eher mittelbarer Natur. Ornithin ist nämlich am Entstehungsprozess von Arginin beteiligt und sorgt zudem für dessen längere Verfügbarkeit. Bodybuilder schätzen Ornithin, weil es für eine verstärkte Ausschüttung von Wachstumshormonen und eine bessere Durchblutung der Muskeln sorgen soll. Es ist beispielsweise in Eiweiß enthalten.