Potenz des Mannes

Ein Kapitel für sich

Die Potenz des Mannes – ein Kapitel, das eine längere Betrachtung verlangt, vor allem, wenn es hier zu Störungen kommt. Selbst, wer sich sonst gerne als mit Muskeln bepackter Macho gibt, ist bei Erektionsstörungen an seiner verletzlichsten Stelle getroffen. Erektionsprobleme sind eine häufig vorkommende, aber selten offen besprochene Tatsache. Wo die Potenz ins Spiel kommt, wird der Mann empfindlich und schweigsam. Das verhindert oft auch den hilfreichen oder fälligen Gang zum Arzt.

 

Was ist eigentlich unter Potenz zu verstehen?

Meistens versteht man heutzutage darunter nicht nur die Fähigkeit des Mannes, eine Erektion zu haben oder Kinder zu zeugen, sondern auch die Fähigkeit, sexuelle Reize und Stimulierungen als angenehme Reize wahrzunehmen. Dazu gehört dann auch, ejakulieren und einen Orgasmus haben zu können. Interessanterweise kann eine Ejakulation auch ohne Orgasmus geschehen – und umgekehrt. In einem oder mehreren dieser vier Bereiche spielen sich Potenzstörungen ab. Vom Prinzip her ist die männliche Potenz bis in hohe Alter vorhanden. In der Praxis aber kann selbst ein junger Mann heute funktionell bedingte Potenzprobleme haben. Je häufiger man sexuell aktiv ist, desto länger bleibt man potent, lautet die medizinische Faustregel. Ob regelmäßiger Sex einen auch vor einem späteren Prostataleiden bewahren kann, weiß man allerdings nicht. Klar ist jedoch: Selbst Methusalem könnte noch im hohen Alter sexuell aktiv sein. Das macht die Sache mit den Potenzproblemen aber umso schwerer für die Betroffenen. Man will nicht nur mit seinen potenten Konkurrenten mithalten können, sondern es gehört auch zur allgemeinen Lebensqualität, Sex haben zu können.

 

Potenzprobleme sind kein Tabu

Als Tabuthema sollte man Potenzprobleme nicht behandeln! Je offener man darüber spricht, desto schneller finden sich Lösungen. Eine Untersuchung beim Facharzt ist durchaus sinnvoll, weil fortdauernde Erektionsprobleme häufig auf eine ernsthafte Erkrankung schließen lassen. Nicht nur das: Sie belasten auch die Beziehung und das Selbstwertgefühl, je länger sie bestehen! Kann der Arzt eine körperliche Erkrankung sicher ausschließen, kann ein Potenzmittel einen Lösungsweg darstellen. Als Alternativen oder Ergänzungen sind Beckenbodengymnastik, Aufstockungen des Vitalstoffpegels, Lebensveränderungen oder anderes möglich. Die wirkungsvollen synthetischen Potenzmittel sind in Deutschland zu Recht verschreibungspflichtig. Sie haben unangenehme Neben- und Wechselwirkungen und diverse Kontra-Indikationen. Man kann seltsamerweise ausländische Generika bzw. legale Kopien solcher Potenzmittel rezeptfrei im Internet bestellen. Oft sind sie auch noch billiger als die Originale. Ob man sich damit allerdings einen Gefallen tut, ist eine andere Frage. Studien ergaben, dass diese im Ausland hergestellten Potenzmittel teils andere Wirkstoffzusammensetzungen und -kombinationen enthalten und zudem auch noch mit Coli-Bakterien, Erde oder Schwermetallpartikeln verunreinigt waren. Auch wenn das nicht immer der Fall sein muss, erscheinen sie qualitativ nicht als so hochwertig wie die Originale. Die Frage ist eher, wie wichtig wir Reinheitsgebote, Qualitätsstandards und Hygiene nehmen.

 

Zu Risiken fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker

Ohne ärztlichen Check sollte man synthetische Potenzmittel grundsätzlich nicht nehmen! Tut man es doch und hat die Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten nicht beachtet, kann es einen das Leben kosten! Das Gleiche gilt bei bestimmten Vorerkrankungen, die nicht diagnostiziert wurden, weil der Arztbesuch aus falscher Scham ausblieb. Synthetische Potenzmittel sind zweifelsfrei hochgradig wirksam und bewährt. Ihre Dosierung und Wirkdauer ist unterschiedlich, ihre Nebenwirkungen aber ähnlich, da sie alle auf demselben medizinischen Prinzip basieren. Die Nebenwirkungen halten meist genauso lange an, wie der Wirkstoff auf die Erektion Einfluss nimmt: Zwischen 8 und 36 Stunden. So lange Kopfschmerzen, grippeähnliche Symptome oder Magen-Darm-Beschwerden zu haben, ist der Freude am Sex vielleicht doch abträglich.

 

Nebenwirkungsfreie Alternativen sind zu empfehlen

Als gesündere Alternativen empfehlen sich die rein pflanzlichen und natürlichen Potenzmittel, die meistens keine Nebenwirkungen haben. Sie gehören entweder zu den Nahrungsergänzungsmittel wie die Aminosäuren Arginin und Ornithin oder zu den Kombinations-Pflanzenpräparaten aus Maca, Ingwer, Ginseng oder Yohimbe, die positiv auf die Potenz einwirken. Männer, deren Potenz gestört ist, können also durchaus auch natürliche Hilfe finden.