Ursachen für eine erektile Dysfunktion

Eine erektile Dysfunktion kann viele Ursachen haben

Anhaltende Erektionsstörungen – präziser als erektile Dysfunktion bezeichnet – stellen für viele Betroffene immer noch ein Tabuthema da. Dabei leiden weltweit Millionen von Männern unter dieser Art von Potenzstörungen. Für eine sorgfältige Diagnose und einen erfolgreichen Behandlungsplan zur Wiedererlangung der gewohnten Potenz sollte ein Facharzt aufgesucht werden. Denn dieser kann durch eine Reihe von Untersuchungen die genaue Ursache der jeweiligen erektilen Dysfunktion ermitteln. Mögliche Gründe für eine Störung der Potenz lassen sich grob in drei Gruppen einteilen. Ursächlich für die Beeinträchtigung der Potenz können organische oder psychische Gründe sowie die Nebenwirkungen verschiedener Substanzen bzw. ernährungsbedingte Mangelerscheinungen sein.

 

Physische Gründe für eine erektile Dysfunktion

Zum überwiegenden Teil hat eine erektile Dysfunktion physische Ursachen. Weil die Gründe in diesem Bereich aber so mannigfaltig sind, können an dieser Stelle lediglich die wichtigsten genannt werden. Dafür sind organische Ursachen in der Regel mit besonders gutem Erfolg durch klassische Potenzmittel wie die blauen Pillen oder – gerade wenn die teilweise erheblichen Nebenwirkungen vermieden werden sollen – mittels geeigneter Aminosäuren wie Arginin und Ornithin therapierbar. Oft sind Erektionsstörungen eine Folge von Verkalkungen oder Verengungen der zum Penis führenden Blutgefäße. Ist eine Krankheit für die erektile Dysfunktion verantwortlich, handelt es sich häufig um Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), arterielle Hypertonie (Bluthochdruck) oder verschiedene Erkrankungen des peripheren Nervensystems. Ursächlich kann aber auch eine Schädigung des Schwellkörpers oder dem umliegenden Bindegewebe sein. Ein möglicher Grund für Erektionsstörungen kann aber auch in einer Verletzung bzw. Schädigung des Rückenmarks bestehen. Manchmal führen auch verschiedene Operationen – zum Teil glücklicherweise nur temporär – zu einer erektilen Dysfunktion.

 

Erektile Dysfunktion als unerwünschte Nebenwirkung

Immer häufiger wird eine erektile Dysfunktion mittelbar durch den übermäßigen Konsum von Sucht- und Genussmitteln oder durch die Einnahme von bestimmten Medikamenten ausgelöst. Als Folge kommt es oft zu Mangelerscheinungen oder sogar organischen Schädigungen, die dann unmittelbar zu Erektionsproblemen führen können.

Ein besonders großes Risiko ist mit dem Genuss von Zigaretten verbunden. Denn das Rauchen verursacht nicht nur einen Anstieg des Blutdrucks. Durch das Inhalieren der im Rauch der Zigarette enthaltenen Schadstoffe verengen sich auch die Gefäße und drohen zudem schneller zu verkalken. Deshalb befindet sich seit geraumer Zeit der – vollkommen zutreffende – Warnhinweis auf Zigarettenschachteln, dass der Konsum von Zigaretten zu Impotenz führen kann.

Das Trinken von alkoholischen Getränken kann hingegen – allerdings nur bei kleinen Mengen – sogar die Versteifung des Gliedes fördern. Denn hierbei werden die Gefäße im Gegensatz zum Zigarettenkonsum sogar erweitert. Konsumiert jemand hingegen gewohnheitsmäßig viel Alkohol, kann er dadurch sein Nervensystem schädigen. Dann besteht das Risiko, dass keine Signale mehr zum besten Stück des Mannes vordringen, sodass oft auch intensive Reize zu keiner Erektion führen.

Aber auch Medikamente können als unerwünschte Nebenwirkung zu erektiler Dysfunktion führen. Vergleichsweise häufig ist das bei Mitteln der Fall, welche die Wirkung von Adrenalin und Noradrenalin hemmen sollen („Betablocker“) oder zur Therapie von Epilepsie und Depressionen eingesetzt werden.

 

Psychische Ursachen für eine erektile Dysfunktion

Eine erektile Dysfunktion muss nicht zwangsläufig durch eine organische Ursache oder durch bestimmte Suchtmittel oder Medikamente evoziert worden sein. Seit Jahren weiß man, dass hier manchmal auch die Psyche verantwortlich ist. So kann etwa übermäßiger Stress oder ein – zumindest subjektiv empfundener – Leistungsdruck zu anhaltenden Erektionsstörungen führen. Bei manchen Männern beeinflussen auch Probleme im psychosozialen Bereich die Potenz negativ. Psychische Ursachen für eine erektile Dysfunktion sind insbesondere dann zu vermuten, wenn der Mann nachts oder morgens zwar Erektionen hat, jedoch nicht während des Beischlafs. Eine entsprechende Behandlung von Potenzstörungen, die durch psychische Probleme verursacht werden, bieten darauf spezialisierte Psychotherapeuten an.